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Projekte

... zur Bekämpfung der TB

Neben den vielen kleineren Projekten in der ganzen Welt, die wir beratend begleiten, hat das Kuratorium Tuberkulose in der Welt über die letzten Jahre geholfen, viele Laboratorien aufzubauen, so z.B. auch im Togo und in Mozambique.
Die im Folgenden vorgestellten Projekte stellen derzeit die Kernarbeit des Kuratoriums dar. Dabei bieten wir Supervision und regelmäßige Qualitätskontrollen und natürlich Schulung als Hilfe zur Selbsthilfe.

Nepal

ICON Projekte Nepal

Nepal:

Seit 1986 Labor und Ambulanz in Kathmandu

Der Himalajastaat Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.
1986 hat das Kuratorium zusammen mit der Nepalesischen Anti-Tuberkulose Assoziation (NATA) ein Labor in der Hauptstadt Katmandu gebaut und eine Ambulanz für die komplett kostenfreie Betreuung und Therapie von TB-Patienten eingerichtet. Im modernen TB-Labor werden die Patientenproben mit den gleichen Verfahren auf die gefährlichen Erreger untersucht, die auch in Industrienationen verwendet werden.

30 Jahre erfolgreiche Hilfe für Nepal

TB-Diagnostik im Labor

Die TB-Patienten werden über sechs bis 24 Monate mit Antibiotika behandelt. Dafür kommen sie jeden Tag in die Ambulanz und nehmen ihre Tabletten unter Aufsicht ein. Die behandelnde Ärztin Frau Dr. Bhabana Shresta und das Pflegepersonal legen dabei großen Wert auf eine enge und persönliche Betreuung.

Jedes Jahr lassen sich im Zentrum etwa 4.000 Patienten auf Tuberkulose untersuchen. Bei 350 bis 400 Patienten wird TB diagnostiziert und behandelt. Fast alle können geheilt werden.

Nepal Flyer

Helfen Sie mit!

Wir helfen Menschen in Nepal.

August 2017

Quality Management System Report

Einführung eines QM-Systems im Nepal Tuberculosis Centre (NTC)

Bericht (engl.) von Frau Nedialkova.

Quality management system (QMS) is essential for each diagnostic laboratory ensuring correct, reliable and timely results. The goal of the mission in August 2017 was to introduce QMS to the National Reference Laboratory (NRL) at Nepal Tuberculosis Centre (NTC). An additional challenge was to synchronize the new system with the earlier established QMS (March-April 2017) at National Reference laboratory German-Nepal TB Project (GENTUP). Both laboratories, are National Reference Laboratories and as such should function performing the same diagnostic methods by following identical Standard Operation Procedures (SOP). It was established that NTC have manuals for most of the diagnostic methods, though they come from various sources, sometimes different from the one recommended by the WHO.

In the beginning of the mission, the concept of QMS and its segments was introduced to the whole laboratory staff of NTC. A member of the staff was appointed as Quality Manager. Next, began adaptation of SOPs implemented in GENETUP. Initially, the SOPs were discussed with the Quality Managers of both NTC and GENETUP. Later, the newly adapted SOP were presented to the complete laboratory staff. Additionally, in order to learn to independently write SOPs, the Quality Manager of NTC got the task to prepare several new SOPs covering diagnostic methods and instruments. Furthermore, a complete electronic inventory list, enclosing all laboratory equipment, were compiled. The information in the list supports correct maintaining of the equipment, which leads to lower costs, correct diagnostic results and minimization of various risk for the laboratory staff and the environment. Moreover, a list of the laboratory staff was prepared. This list is a fundament for the further development of the personnel segment of the QMS. Since personal is the main asset of a diagnostic laboratory, its proper management is fundamental for a good performance of the laboratory.

Finally, recommendations regarding further development of the QMS along with crucially improvements in the risks management, such as biosafety, were communicated to the management of NTC and representative of WHO office. The follow up of this recommendation will be part of the goals of the next mission.

Juni 2017

Reise nach Katmandu

QM-System GENETUP Labor Nepal

Bericht von Katja Hauslauer, MTA Tuberkulose-Labor Gauting 

Als Laborantin des Tuberkulose- Labors in Gauting war es mir eine große Freude mein Wissen im GENETUP Labor einzubringen und das Team zu unterstützen.

Schon bei meinem ersten Aufenthalt in 2016 war das Ziel die Implementierung eines Qualitätsmanagement- Systems. Um erstmal zu überprüfen, was bereits vorhanden war und was nicht, führte ich ein kurzes Audit mit Hilfe der SLIPTA Checkliste (Stepwise Laboratory Quality Improvement Process Towards Accreditation) nach Vorbild der WHO durch. Obwohl der erste Eindruck vom Labor und Klinikbereich recht chaotisch war, war ich trotzdem von der Herzlichkeit, dem Engagement und der Lernbereitschaft des ganzen GENETUP Teams begeistert. Dennoch wusste ich, dass es noch ein sehr weiter Weg werden würde.

Die nächste Reise war für Juni 2017 geplant, zwischenzeitlich verbrachte bereits Elisabeth von Rudno drei Wochen in Nepal um das Team intensiv zu trainieren und auf ein funktionierendes QM- System hinzuführen. Ich war wirklich sehr überrascht über die Veränderung in Labor und Klinik. Frau Rudno hatte wirklich viel geleistet.  Auch optisch hatte sich einiges verbessert. Durch Gelder von Global Funds konnten einige wichtige Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Während meines Aufenthaltes wurden die vorhandenen Dokumente und Listen überprüft, offene Fragen geklärt und neue Dokumente in Zusammenarbeit mit dem QM- Beauftragten erstellt.

Abschließend kann ich sagen, dass sich in einem Jahr unglaublich viel getan hat und das Labor sich auf einem sehr guten Weg befindet.

Juni 2017

Reise nach Katmandu

NSP- Implementation 

Bericht von Dr. Harald Hoffmann.

Dr. Hoffmann reiste vom 10. – 19. Juni 2017, unterstützt durch SRL partner Munich-Gauting nach Kathmandu, um sich einen Eindruck vor Ort zu verschaffen sowie mit den Verantwortlichen über den Status und die nächsten Schritte zu sprechen.

Vollständigen Abschlussbericht von Herrn Dr. Harald Hoffmann für die WHO. (engl.) als PDF downloaden

2017-06-10_Missionreport_SRL Gauting_Nepal_FINAL_v170911
März/April 2017

Besuch Nepal

Einführung eines QM-Systems im TB-Labor

Bericht von Frau Elisabeth von Rudno.

Nach meinem Renteneintritt letzten September war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Die letzen 15 Jahre war ich für einen großen Laborverbund für das Qualitätsmanagement verantwortlich. Als die Anfrage von Dr. Hoffmann kam, ob ich mir vorstellen könne mein Wissen in Nepal bei GENETUP einzubringen, war ich sofort begeistert und sagte spontan zu.

Ziel meiner Reise nach Kathmandu war die Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems im TB-Labor von GENETUP. Gemeinsam mit Bhagwan, dem Leiter des Labor und Bijendra, dem Qualitätsmanager konnte in 3 Wochen ein „kleines QM-System“ etabliert werden. Es lagen bereits viele schriftliche Anleitungen und auch einige SOP´s (Standartarbeitsanweisungen) vor. Diese waren aber in kein QM-System eingebunden und zum Teil auch nicht mehr aktuell.

Alle Geräte wurden inventarisiert und entsprechend gekennzeichnet.
Alle Aushänge an den Arbeitsplätzen wurden in neue QM-Vorlagen überführt und wo nötig aktualisiert. Wo noch nicht vorhanden wurden Wartungspläne für Geräte erstellt.

Es wurden diverse Excel-Listen wie eine Übersicht aller gültigen Dokumente und noch zu erstellender Dokumente, Geräte- und Personallisten angelegt.

Insgesamt wurden ca. 100 Dokumente neu erstellt und wo nötig an den Arbeitsplätzen zur Verfügung gestellt.

Am Ende meines Aufenthaltes wurde für alle Labor-Mitarbeiter eine QM-System durchgeführt.

Das QM-System ist somit auf gute Beine gestellt und sollte nun von den Mitarbeitern/innen weitergelebt und weiterentwickelt werden, denn: QM will never be finished, it´s a never ending process!

November/Dezember 2016

Besuch Nepal Kathmandu

Ende November bis Anfang Dezember 2016 führte Dr. Avsar einen Projektbesuch durch. Die Tatsache, dass momentan im Land (Kraftstoff verfügbar, kaum Stromausfall) und im Projekt weitgehend stabile Rahmenbedingungen herrschen ließ zu, dass der Besuch vorwiegend medizinisch geprägt war. Mit  Vertretern der NATA wurden Gespräche geführt und der geplante Labor-und Klinikneubau beschlossen und konkretisiert. Der nepalesische National-TB-Day fiel in die Zeit des Projektbesuches. Hier wurden verschiedene Programmpunkte geplant, insbesondere einige „Awareness“-Veranstaltungen. Hierfür haben sich auch die Patienten des XDR-Hostels und aus der TB-Klinik ein Theaterstück überlegt und aufgeführt, in dem es um Sensibilisierung für TB-typische Symptome, Fallfindung, Therapie und Abbau von Stigma ging. Das Stück wurde direkt vor dem Krankenhaus aufgeführt.

Am 28.11.2016 fand die Hauptveranstaltung zum National TB-Day statt. Neben den Mitarbeitern und Vorsitzenden der NATA, einigen Vertretern des NTC und von NGOs, die sich auch mit der Bekämpfung der Tuberkulose beschäftigen und den Mitarbeitern von GENETUP war auch ein Vertreter des Sozialministeriums anwesend. Auf der Festveranstaltung durfte auch Dr. Avsar in einer kurzen Ansprache die fruchtbare Zusammenarbeit mit der NATA hervorheben und die geplanten Investitionen und das Thema Neubau ansprechen.

Dr. Avsar konnte mehrere Vormittage Dr. Bhabana in ihrer Sprechstunde begleiten und so wichtige Einblicke gewinnen. Die Sprechstunde beinhaltet zu einem großen Teil Patienten mit komplexer Vorgeschichte, viele sind unzureichend vordiagnostiziert und/oder durch andere Zentren anbehandelt. Dr. Bhabanas Sprechstunde hat ein enorm großes Einzugsgebiet, teilweise nehmen die Patienten weite Reisen auf sich, um ihre Krankengeschichte mit Dr. Bhabana zu besprechen.

 

Feb. / März 2015

Bericht zur aktiven Fallfindung in Kathmandu

Bericht zur Evaluation von aktiver Fallfindung in Kathmandu/Nepal von 24.Februar bis 13. März 2015 (Dr. Sarah-Christin Mavi)

Hintergrund:

Ziel der Reise war es, in der seit 28 Jahren erfolgreich bestehenden Tuberkulose-Ambulanz GENETUP im Stadtteil Kalimati/Kathmandu, Umgebungsuntersuchungen der TB-Patienten zu initiieren und symptomatische Familienmitglieder und Nachbarn zur weiteren Diagnostik zu GENETUP einzuladen.
Bislang wird von den nepalesischen GENETUP-Kollegen lediglich passive Fallfindung durchgeführt, was bedeutet, dass die TB-Patienten angesprochen werden, ihre Familienmitglieder zur Untersuchung mitzubringen, wenn diese typische TB-Symptome haben. Im gesamten Land existiert bislang noch keinerlei aktive Fallfindung. Die WHO gibt in ihren Empfehlungen an, dass eine richtig durchgeführte aktive Fallfindung, Leid und Todesfälle, verursacht durch Tuberkulose, effektiv reduzieren kann.

Aktive Fallfindung:

In Deutschland wird jeder Tuberkulose-Fall an das Gesundheitsamt gemeldet, welches dann in einem nächsten Schritt die Umgebung des Erkrankten untersucht und Menschen, die in nahem Kontakt zum Erkrankten stehen sowie besonders gefährdete Kontaktpersonen, wie zum Beispiel Kinder oder Erwachsene mit einer Immunabwehrstörung zu weiteren Untersuchungen einbestellt.

Dr. Sarah Mavi mit Shova und Deena
Dr. Sarah Mavi mit Shova und Deena

Das GENETUP-Team war stolz, nun als erste in Nepal aktive Fallfindung durchzuführen. Krankenschwester Deena und Rettungssanitäter (paramedic) Nhem wurden als Hauptverantwortliche für TRACK benannt. Die TB-Patienten, die täglich in die DOTS-Clinic zum Einnehmen ihrer TB-Medikamente kamen, wurden angesprochen, ob sie einverstanden seien mit einem Familienbesuch, um an TB erkranke Familienmitglieder zu identifizieren. Bei Einverständnis wurde ein Contact-Investigation-Formular ausgefüllt mit den Namen sämtlicher Bewohner des Haushaltes und Kontaktpersonen (Nachbarn/Arbeitskollegen). Telefonnummern wurden ausgetauscht und ein Treffpunkt mit Uhrzeit vereinbart (da die Straßenbezeichnungen selbst für Einheimische schwierig zu durchschauen sind). Nach der normalen Arbeitszeit besuchten wir die Familien und befragten alle anwesenden Haushaltsmitglieder mit unserer Symptomcheckliste nach Beschwerden. Kinder jünger als 5 Jahre wurden auch ohne Symptome gebeten, in die Ambulanz zu kommen (da nach den WHO-Empfehlungen auch Kinder ohne Symptome aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos eine prophylaktische Therapie erhalten sollen). Ältere Kinder und Erwachsene wurden nur bei passenden Beschwerden eingeladen, in die GENETUP-Ambulanz zu kommen. Je nach Alter ließen wir die einbestellten Familienmitglieder dann nach unserem diagnostischen Algorithmus Sputum abgeben, induzierten Sputum mit einem Inhalationsgerät oder legten morgens bei nüchternen Kindern eine Magensonde zur Gewinnung von Magensaftproben (da Kleinkinder ihren Auswurf oft einfach verschlucken).

Der Besuch der ersten 5 Familien war sehr vielversprechend und wir hoffen, bald genügend finanzielle Kapazitäten zur Verfügung zu haben, um bei allen TB-Patienten unserer Klinik eine Umgebungsuntersuchung machen zu können.

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Projekte Nepal

Weitere Berichte aus Nepal

Reisebericht Nepal 2012

Unsere Projektleiter Frau Antje Beneke und Dr. Korkut Avsar flogen im November / Dezember 2012 ausnahmsweise gemeinsam nach Kathmandu, um dort bei GENETUP (German Nepal Tuberculosis Project) nach dem Rechten zu sehen.

In der Regel ist es üblich, dass die Projektleiter -allein schon aus Kostengründen- alternierend (einer pro Jahr) den Besuch abstatten. Da 2011 ein Wechsel in der Leitung stattfand fuhren beide Projektleiter gemeinsam. Die Arbeit im Projekt lebt von der Professionalität der Mitarbeiter, ganz entscheidend untermauert von einem großen Teamgeist. Der Besuch beider Leiter gab Gelegenheit sich als Team in die GENETUP-Family einzubringen.

Wichtige Maßnahmen wurden in Ruhe mit allen Verantwortlichen abgestimmt, laufende und angestrebte Studien besprochen. Des Weiteren konnte das Laborpersonal erneut geschult sowie die Abläufe im Labor weiter optimiert werden. Daneben gab es aber auch genug Gelegenheit, sich über persönliche Belange der Mitarbeiter zu kümmern, wie neue Gehaltsvorstellungen, Fortbildungsangebote aber auch der Wunsch nach einer Erweiterung der Räumlichkeiten. 2012 wurden im Gebäudeinneren weitreichende Renovierungen vorgenommen, die die gesamten Arbeitsabläufe verbessern und den Mitarbeitern deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen bieten. Das Dach ist leider weiterhin an vielen Stellen undicht, fast im gesamten Gebäude finden sich Wasserschäden an der Decke. Favorisiert wird eine Abdichtung des Daches mit einem Aufbau dreier zusätzlicher Laborräume zu kombinieren. Nach Plan des zuletzt hinzugezogenen Ingenieurs könnte die Hälfte des Daches mit Räumen überbaut werden. Die zusätzlichen Räume würden die Möglichkeit eröffnen, die molekularbiologische Abteilung des Labors weiter auszubauen. Ferner bestünde Platz, auch die Sozialräume dorthin zu verlagern, wodurch sich eine bessere Abgrenzung zum Patientenbereich ergäbe. Am 21.11.2012 trafen sich Frau Beneke und Herrr Dr. Avsar sowie die medizinische Leiter vor Ort Dr. Bhabana Shrestha und der Leiters GENETUP-Labors Bhagwan Marhajan, im NTC (National Tuberculosis Center) mit dem Direktor des Institutes Dr. Rajendra Poerad Pant, dem Leiter des NTC-Labors Dhruba Khadra Kadka und dem Medical Officer (Tuberculosis) der WHO Dr. Giampaolo Mezzabotta. Geplant ist ein Prevalence-Survey, in den GENETUP aktiv mit eingebunden werden soll. Dr. Pant betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit des GENETUP-Projektes allgemein für das nationale Programm.Ein Treffen zwischen Frau Beneke, Dr. Avsar und Dr. Mezzabotta von der WHO fand am darauffolgenden Tag im UN House statt. Bei diesem Treffen stand das Management der resistenten Tuberkulosen im Land im Vordergrund. Ein großes ethisches wie seuchenhygienisches Problem stellen die XDR (extensively drug resistant)-Patienten dar, die trotz laufender XDR-Behandlung weiterhin Bakterien ausscheiden (nach teilweise über 30 monatiger Behandlungsdauer). Hierfür gibt es aktuell im Land keine Vorgaben und auch keine Lösungsansätze. Eine Palliativeinrichtung oder Ähnliches ist nicht verfügbar. Die Kommunen stehen den bisher im Land vorhandenen MDR und XDR-Hostels sehr kritisch gegenüber. Ein Ausbau dieser Einrichtungen scheint dadurch limitiert. Die Hostels werden im Zuge des NSA-Programms (NSA = National Strategy Application) geführt. 

Ein Hostel befindet sich auf dem Gelände der NATA (Nepal Anti Tuberculosis Association), dem NGO (Non-governmental organization) -Partner des Kuratoriums vor Ort und wird durch GENETUP medizinisch betreut.Derzeit werden 30 MDR (multi drug resistant)-Patienten im GENETUP-Projekt unter Cat. IV treatment behandelt. Die Behandlungsdauer beträgt 20 Monate. Die GENETUP Mitarbeiter bauen ein persönliches Verhältnis zu den Patienten auf, da es für den Behandlungserfolg von entscheidender Bedeutung ist, dass der Patient seine Medikamente trotz der Nebenwirkungen täglich einnimmt.6 XDR (extensively drug resistant)- Patienten werden außerdem momentan im GENETUP-OPD behandelt. Auch hier beträgt die Behandlungsdauer 20 Monate. Seit Einführung des XDR-Regimes im Jahr 2010 sind im GENETUP-Projekt 13 XDR-Regime durchgeführt worden (davon 5 XDR-Fälle und 8 MDR-Behandlungsversager).
Mit Dr. Bhabana Shrestha hat das Projekt eine Medizinerin vor Ort, die sich über Jahre eine große fachliche Kompetenz angeeignet hat und landesweit mit zu einer der wichtigsten Ansprechpartner geworden ist, wenn es gilt Patienten mit diesem Schweregrad der Erkrankung zu therapieren. Unterstützt wird Dr. Shrestha die Diagnostik betreffend von einem schlagkräftigen Laborteam. Alle Labormitarbeiter haben mindestens den Grad eines Labortechnikers erreicht, was ein großer Erfolg ist, der auf das gute Arbeitsklima und das große persönliche Engagement der Mitarbeiter zurückzuführen ist. Sie dürfen somit alle Labormethoden einschließlich Resistenztestungen gemäß den nationalen Auflagen durchführen. Sujit Maharjan, Meera P. Shrestha und Chandish Shrestha haben die Ausbildung zum „Lab Technician“ erfolgreich bestanden. Sajana Tandukar steht kurz vor dem Abschluss zur Mikrobiologin und Bhagwan Maharjan hat sein Studium zum Mikrobiologen abgeschlossen, die PhD-Bewerbung läuft. Geplant ist, ab Januar 2013 alle Arbeitsbereiches im Projekt wie Patientenaufnahme, OPD, und Labor bis hin zur Endbefundung des Patienten durch ein neues Computersystem zu vernetzen. Bhagwan Maharjan hat zusammen mit einem externen Software-Anbieter diese System entwickelt. Es ist speziell auf die Bedürfnisse des GENETUP-Projektes zugeschnitten und wird ganz entscheidend dazu beitragen, in Zukunft sämtliche Patientendaten sicher und einfacher als bisher zu verwalten. Die Mitarbeiter des GENEUP-Projektes bezeichnen sich selber als GENETUP-family. Diese Bezeichnung sagt alles über den Geist, der im Projekt herrscht und die langjährige gute Arbeit garantiert. Ernsthaftigkeit bei der Arbeit, Herzlichkeit im privaten Umgang und das gesamte „Paket“ zum Wohle der Patienten.